Publishing Die Querelen um die Art der Nominierung von Funke-Gesellschafter Stephan Holthoff-Pförtner zum designierten VDZ-Präsidenten und Nachfolger von Hubert Burda eskalieren zum offenen Konflikt. Nach MEEDIA-Informationen hat die als Rednerin beim Publishers' Summit eingeplante Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel ihre Teilnahme abgesagt. Auch die Chefs von Zeit und Spiegel bleiben dem Jahreskongress fern. Inzwischen bestätigt ein VDZ-Sprecher die Absagen.
Offenbar ist VDZ-Geschäftsführer Stephan Scherzer vor dem Wochenende über den Teilnahmeverzicht informiert worden. Damit waren vorangegangene Versuche gescheitert, die Wogen zwischen den Konfliktparteien zu glätten. Die Hamburger Verlagschefs sowie der Verleger der Medweth Mediengruppe hatten zuvor in einem Brief an das VDZ-Präsidium und die Delegierten die Umstände des Wechsels an der Verbandsspitze kritisiert und von einer Entscheidung durch „Hinterzimmerbünde“ gesprochen. Ihr Vorstoß, die Abstimmung über einen neuen Präsidenten zu verschieben und zunächst die strategische Zukunftsausrichtung zu diskutieren, hatte allerdings keinen Erfolg. Aus dem Umfeld des Präsidiums wurde dies u.a. damit begründet, dass ein solches Vorgehen der Öffentlichkeit und den beim Publishers‘ Summit (ab Montag in Berlin) anwesenden Spitzenpolitikern nicht vermittelbar sei.
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